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Digitales Musik Monitoring

Die Ungenauigkeiten bei der Musikmeldung von Ausstrahlungen durch die Fernsehsender führen bei vielen Komponisten und Musikverlagen zu einer erheblichen Minderausschüttung der eigentlich zustehenden Tantiemen in den Sparten Fernshen und Tonfilm.

Daher wird die GEMA seit einigen Jahren immer wieder mit der Forderung nach einem Musikmonitoring konfrontiert, welches das fehleranfällige System der manuellen Musikmeldung durch eine automatische Zuordnung der ausgestrahlten Musik ersetzen soll. 

Für die ausstrahlenden Sender ist die GEMA Meldung mit erheblichem Personalaufwand verbunden und funktioniert selbst bei den öffentlichen-rechtlichen Sender nicht reibungslos. Oft sind die Stationen mit der Dokumentation der gesendeten Musik weit im Rückstand. So wird eine korrekte Aussschüttung an die Komponisten unmöglich gemacht und die daraus resultierenden späteren Reklamationen sind wiederum sehr zeit- und arbeitsaufwändig.

Für Auftragskomponisten und Produzenten im Bereich Fernsehprogramm und Werbemusik gewinnt das Thema Monitoring immer mehr an Bedeutung. Durch kontinuierliche Scans wird nach bestimmten Musiktiteln gesucht, die in Form von Ausstrahlungsprotokollen als Beweis für die erfolgte Sendung dienen.

Die immensen Kosten, die auf Senderseite und auch in der Verwaltung der GEMA entstehen, um die Ausstrahlungen von Musik im Fernsehen zu dokumentieren, könnten durch den Einsatz von digitalen Systemen zur Erfassung von musikalischen Aufführungen erheblich reduziert werden.

Durch diese neuen digitalen Aufzeichnungsmethoden, auch Spotcontrol genannt, ist für Musikproduzenten eine lückenlose Kontrolle von Ausstrahlungen der eigenen Musik im deutschen Fernsehen möglich.